Der frühere deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (derzeit Vorsitzender der Unionsfraktion CDU/CSU) und sein Ehemann Daniel Funke wurden mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern. Damit steht Jens Spahn zu Recht wegen einer in Deutschland verbotenen Leihmutterschaft in der Kritik. Seine Aussage „Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm“ ist an Arroganz, Egoismus und Doppelmoral nicht zu überbieten. Es zeigt sich, dass Gesetze nur für jene gelten, die es sich nicht leisten können, ins Ausland zu gehen. Was soll man davon halten, wenn sich Politiker über ihre eigenen Gesetze hinwegsetzen? Denken die beiden eigentlich daran, wie sich die Kinder später fühlen müssen, die auf diese Art gezeugt wurden? Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem sich ein Kind fragt, wer „seine“ Leihmutter war, welche einst die Eizelle gespendet hat, und wer der Samenspender war. Möchte jemand in dem Bewusstsein leben, auf diese Art gezeugt worden zu sein? Es ist höchstwahrscheinlich, dass diese Kinder im späteren Leben vor einer Identitätskrise stehen und mit psychischen Problemen kämpfen werden. Seit Jahren bringt Jens Spahn gute Argumente, warum Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist. Im Jahr 2020 hatte Spahn als Gesundheitsminister eine Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland mit Hinweis auf das Kindeswohl abgelehnt. Einer seiner Slogans war „Geld gegen Kind“ – das ist untragbar. Ein Spitzenpolitiker, der seine eigenen Aussagen und die Gesetze umgeht, ist nun zurückgetreten!
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