Die Zeichen der Zeit werden offenbar völlig verkannt. „Sparschiene statt Rüstungsoffensive“ lautet aktuell die sicherheitspolitische Devise der Regierung. Dabei würde ein kurzer Blick auf die globale Lage genügen, um zu erkennen, dass die Welt seit 1945 nicht mehr so unsicher war wie heute. Int. Sicherheitsforscher registrieren derzeit bis zu 89 bewaffnete Konflikte und über 1450 krisenhafte Auseinandersetzungen. Dennoch ist unser Bundesheer unterfinanziert und im westlichen Vergleich mangelhaft ausgestattet. Die Ära der sicherheitspolitischen Trittbrettfahrerei ist spätestens seit Trump endgültig vorbei. Wer jetzt bei der Landesverteidigung wieder auf die Bremse steigt, statt konsequent gegenzusteuern, manövriert Österreich sicherheits- wie auch wirtschaftspolitisch in eine brandgefährliche Situation.
Mario Gubesch, BA MA MBA, Bad Hall
Erschienen am Mi, 17.6.2026
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