Eine Generation verabschiedet sich langsam. Es sind jene Menschen, die nach schweren Zeiten dieses Land aufgebaut haben. Menschen, die gearbeitet haben, oft hart und ohne großes Aufsehen. Sie haben Betriebe gegründet, Häuser gebaut, Familien versorgt und Schritt für Schritt den Wohlstand geschaffen, von dem wir heute noch profitieren. Sie haben nicht auf schnelle Schlagzeilen gesetzt, sondern auf Beständigkeit, Fleiß und Verantwortung. Nun gehen diese Menschen in Pension oder sterben weg. Mit ihnen verschwindet nicht nur eine Generation, sondern auch eine Haltung: der Gedanke, dass Fortschritt Arbeit, Weitblick und Opferbereitschaft braucht. Gleichzeitig entsteht bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Eindruck, dass sich die politische Landschaft verändert hat – und nicht unbedingt zum Besseren. Immer häufiger sitzen Menschen in entscheidenden Positionen, die außerhalb der Politik kaum Erfahrung gesammelt haben. Der Bezug zur Lebensrealität der arbeitenden Bevölkerung scheint verloren zu gehen. Statt langfristiger Lösungen dominieren oft kurzfristige Entscheidungen, die sich an Umfragen, Parteitaktik oder persönlichem Vorteil orientieren. Es entsteht der Eindruck, dass manche Politiker nur bis zur nächsten Wahl denken, nicht an die nächsten Generationen. Dabei werden die Folgen heutiger Fehlentscheidungen genau jene treffen, die morgen mit ihnen leben müssen: unsere Kinder und Enkel. Viele Menschen fragen sich deshalb: Wo ist der Weitblick geblieben? Wo ist das Verantwortungsgefühl gegenüber dem Land, das über Jahrzehnte mit harter Arbeit aufgebaut wurde? Ein starkes Land lebt nicht von politischen Inszenierungen oder ideologischen Einbahnstraßen. Es lebt von Vernunft, Leistung, Ehrlichkeit und dem Bewusstsein, dass politische Entscheidungen immer Folgen haben, nicht nur für heute, sondern für morgen. Wer Verantwortung trägt, sollte nicht zuerst an die eigene Tasche denken, sondern an das Gemeinwohl. Politik braucht wieder mehr Realitätssinn, mehr Erfahrung aus dem echten Leben und den Mut, das große Ganze im Blick zu behalten. Denn der Wohlstand eines Landes ist kein Selbstläufer. Er ist das Ergebnis von Generationen, die bereit waren, Verantwortung zu übernehmen. Wenn wir dieses Erbe verspielen, werden es nicht „die anderen“ ausbaden, sondern wir alle.
Hans-Peter Hauer, Haid
Erschienen am Do, 14.5.2026
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