Das freie Wort

Nicht mehr auszuhalten

Was in unserem ehemals schönen Land so abläuft, ist nicht mehr auszuhalten. Die Herren Nehammer und Brunner von der ÖVP erklärten uns die heile Welt und wussten angeblich auch zwei Tage vor der Wahl noch nicht, dass sie in Wirklichkeit ein mehrfaches Milliardendefizit verursacht haben. Dieses Chaos bleibt völlig ungestraft. Im Gegenteil. Als Belohnung bekamen sie EU-Jobs mit Höchstgage. Netto versteht sich. Jetzt wird Herrn Loacker von den Neos ein toller EU-Job mit einem Gehalt von 28.000 € monatlich ganz zufällig zugeschanzt. Aufgefallen ist der Herr eigentlich nur dadurch, dass er sich für Einsparungen bei Pensionisten ausgesprochen und die Anhebung des Pensionsantrittsalters gefordert hat, ohne Alternativen anzubieten oder gar auf den Begriff Altersarmut einzugehen. Herr Babler wiederum setzt nach einer merkwürdigen Ausschreibung Genossin Hammerschmid als Chefin der Bundestheater-Holding ein, sponsert mit Unsummen so nebenbei ein Urinschwimmen oder ein inferiores Filmprojekt mit ihm als Hauptdarsteller, und zwar mit von Hacklern und breiten Schultern schwer verdientem Steuergeld. Und beim „ORF neu“ mischen sie auch wieder alle brav mit. Neuaufstellung oder gar tiefgreifende Reform? Nein, es wird wieder ein von pflichtbeitragszahlenden Zwangskunden finanzierter Kuchen, der im Proporz unter den üblichen Verdächtigen aufgeteilt wird. Es ist nicht mehr auszuhalten, was in unserem Land alles möglich ist. Offensichtlich wirkt die erworbene Macht bei Politikern wie eine Droge und verdirbt den Charakter und Hausverstand. Ein rascher Wechsel wäre angebracht. Aber: Potenzielle Nachfolger sollten aufpassen, dass es ihnen nicht genauso geht.

Dr. Peter Kozlowsky, per E-Mail

Erschienen am Mo, 11.5.2026

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