Bezugnehmend auf die aktuelle Postenbesetzung für den Europäischen Rechnungshof zeigt sich wieder einmal: Wenn die Macht ruft, ist die politische Moral oft nur noch Makulatur. Nun hat sich offenbar auch die Neos-Partei endgültig demaskiert. Ausgerechnet jene Partei, die sich stets als der einzige „Reform-Motor“ inszeniert hat und keine Gelegenheit auslässt, die Freunderlwirtschaft anderer lautstark zu kritisieren, scheint nun selbst im Sumpf der Postenschacherei angekommen zu sein, natürlich gilt die Unschuldsvermutung. Nach einem angeblich so seriösen Hearing wurde Gerald Loacker für einen lukrativen Posten im EU-Rechnungshof in Luxemburg nominiert. Allerdings erst nachdem der Erstplatzierte seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Besonders pikant: Eine hoch qualifizierte Expertin wie Helga Berger vom österr. Rechnungshof landete abgeschlagen auf Platz drei. Man muss kein Prophet sein, um hier ein gewisses Gemauschel zu vermuten. Während die ÖVP bereits lautstark Kritik übt und die SPÖ vielsagend schweigt, scheint die „Austria 3“ (Regierungskonstellation) zu glauben, ihr Gesicht gewahrt zu haben, indem sie brav zustimmten. (Kopfschütteln erlaubt.) Doch wir Bürger machen uns unser eigenes Bild. Der Anspruch und die Wirklichkeit klaffen bei den Pinken hier meilenweit auseinander. Erstaunlich, wie schnell man die eigenen Werte vergisst, wenn es um prestigeträchtige Posten geht.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Sa, 9.5.2026
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