Das freie Wort

Der überschätzte Dealmaker

Nachdem sich nun nach wochenlangem Krieg der USA gegen den Iran gezeigt hat, dass der US Präsident wohl keine wirkliche Strategie hat, wie er diesen Konflikt eigentlich beenden kann, und damit die ganze Welt in ein wirtschaftliches Chaos stürzt, wäre es angebracht, sich die beinahe unzähligen Fehlschläge von Präsident Trump einmal genauer anzuschauen: Donald Trump gibt sich ja gerne als größter Dealmaker aller Zeiten aus und will damit seine doch recht chaotischen Entscheidungen rechtfertigen. Wenn er im Moment mit seinen Aktionen wie Einfuhrzöllen, Kriegen und angedrohten Besatzungen anderer souveräner Länder für maßloses Unverständnis an den Märkten sorgt, dann hat dies wohl einen relativ einfachen Grund, nämlich dass die Leute, die ihn gewählt hatten, einfach vergessen haben, dass dieser Mann mit extrem vielen Geschäftsideen auf den Bauch gefallen ist und leider immer wieder die Mitarbeiter oder Gläubiger darunter leiden mussten. Sei es eine Eismarke, die bankrottging, Steaks, die niemand kaufen wollte, Wodka, den keiner trank, oder ein Magazin, dass kurz nach Veröffentlichung seine Arbeit wieder einstellen musste. Mit seinen viermal bankrottgegangenen Casinos in Atlantic City hat er Milliarden in den Sand gesetzt und der Stadt immensen Schaden zugefügt, und sein großspurigen Immobilieninvestitionen in New York konnte er nur durch zugesagte Steuerbefreiungen, die er sogar bei der Stadt gerichtlich erstritten hat, aufziehen. Man kann diese Liste von Pleiten noch um vieles erweitern. Nachdem jetzt dieser Politclown das US-Bildungsministerium aufgelassen hat, kommt seine 2005 eröffnete Trump University in ganz anderem Licht daher, denn erstens hatte die Universität gar keine Lizenz (aber was stört das einen Herrn Trump) und zweitens haben die Vortragenden dieser selbstgeschaffenen Bildungseinrichtung gar keine Qualifikationen dafür gehabt. Das Ganze endete damals in einer viele Millionen teuren Vergleichszahlung von Hrn. Trump an die geschädigten Studenten, die außer Spesen gar keine Ausbildung bekamen. Wann werden die Amerikaner endlich aufwachen und begreifen, dass dieser Präsident eindeutig an dem Dunning-Kruger-Effekt leidet, der das Phänomen beschreibt, dass Menschen mit geringer Kompetenz dazu neigen, ihre Fähigkeiten maßlos zu überschätzen? Und wie lange noch lassen wir uns das rüpelhafte Benehmen dieses Herrn gefallen, ohne ihn darauf hinzuweisen, dass er weit weg davon ist, der größte Dealmaker aller Zeiten zu sein. Dieser Mann wird die Welt mit seiner unglaublichen Inkompetenz an den Rand des Abgrunds bringen und wenn wir nicht aufpassen, noch einen Schritt weiter.

Ing. Josef Cervicek, 2372 Gießhübl

Erschienen am Sa, 25.4.2026

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