Minister Wiederkehr erhöht die Schlagzahl in dem Bedürfnis nach Schlagzeilen. War es zuerst die unglückliche Geschichte in Bezug auf Kürzungen von Latein und anderen lebenden Fremdsprachen, so kam postwendend die verpflichtende Veröffentlichung der IKMplus-Testergebnisse mit dem Scheinargument, Transparenz schaffen zu wollen. Tatsächlich aber macht man eine Bildungsfalle auf, die da lautet: Schwäche jene Schulen, die schlecht abgeschnitten haben, und stärke jene, denen es besser gegangen ist. Dabei wird Bildung auf „teaching to the test“ reduziert, man blendet alle anderen Faktoren aus. Man sieht dabei nicht, dass es unterschiedliche Schüler mit verschiedenen Voraussetzungen gibt, dass es auch solche gibt, die sich einen Spaß daraus machen, den Test auszufüllen. Und jetzt der Plan Z. Eine Luftmalerei sondergleichen, abgehoben von der Realität. Es gibt für die sechsjährige Volksschule keine Gebäude, keine Lehrpersonen, keine nachvollziehbaren Gründe. Gerade der Vergleich der regelmäßigen Bildungsstudien (in der Primarstufe wie in der Sek 1) belegt, wie die Schulen in der Sek 1, also Unterstufe des Gymnasiums und die Mittelschulen, durch differenzierten Unterricht Bildungsdefizite verkleinern können. Um nicht missverstanden zu werden: Die Volksschule leistet gute Arbeit, aber sie kann nicht alles leisten. Und genauso wie beim Thema Verlängerung der Volksschule verhält es sich mit dem unseligen Plan Z insgesamt. Wahrscheinlich heißt er deswegen so, weil die Realisierung des Ganzen nur auf die „St.-Nimmerleinstags-Zukunft“ ausgerichtet ist – eben um Schlagzeilen zu generieren.
Dr. Karl Digruber, Landeck
Erschienen am Sa, 25.4.2026
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