Wieder einmal werden die Ex-Bundeskanzler Christian Kern und Sebastian Kurz als mögliche Parteichefs von SPÖ und ÖVP ins Spiel gebracht. In beiden Parteien gibt es Unterstützer, die in der Rückkehr ihrer ehemaligen Vorsitzenden den Ausweg aus den ständig sinkenden Umfragewerten sehen. Doch auch beide Rückkehrer könnten den Niedergang der einstmals staatstragenden Parteien nicht stoppen. Nur eine mutige, massive Reformpolitik würde das Vertrauen in die beiden Regierungsparteien zurückbringen. Die verkrusteten Parteistrukturen mit den basisfernen Funktionären wären weder willens noch in der Lage, jenen Kurs mitzugehen, den beide Hoffnungsträger ihren Parteien abverlangen würden. In den kurzen Zeiten ihrer Kanzlerschaft agierten sowohl Kern als auch Kurz egozentrisch, beide wurden mit viel Macht ausgestattet, und beide brachten zum Missfallen altgedienter Funktionäre zu viel neues Denken in die Parteien. Beide Regierungsparteien haben geeignete Politiker in ihren Reihen, die einen Stimmungsumschwung in der Bevölkerung herbeiführen könnten. Sachorientierte Politik, ungeachtet beharrender Interessengruppen oder Kammern, und offene, ehrliche Erklärung der Notwendigkeiten; das ist der Schlüssel zum Wahlerfolg. Weder Kern noch Kurz würden Wunder bewirken, ihre Zeit ist vorbei. Der Wunsch nach ihrer Rückkehr ist das peinliche Eingeständnis von Ratlosigkeit und trügerischer Hoffnung in beiden Regierungsparteien.
Franz Peer, Linz
Erschienen am Do, 8.1.2026
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