Außenministerin Meinl-Reisinger und Vizekanzler Babler haben dem ukrainischen Präsidenten angeboten, Österreich als Standort für zukünftige Friedensverhandlungen heranzuziehen. Verzeihung, da lachen sogar die Hühner! Wenn sich ein neutrales Land voll und ganz auf die Seite eines kriegsführenden Landes stellt – egal, ob zu Recht oder zu Unrecht – kann und wird es keine Friedensverhandlungen in diesem Land geben. Aber so weit können Meinl-Reisinger und Babler nicht denken. Selbst der anerkannte Politikwissenschaftler Prof. Gerhard Mangott bezeich-net das Angebot als unprofessionell und völlig deplatziert. Man kann nicht auf der einen Seite klar zur Ukraine stehen und auf der ande-ren Seite als Mediator auftreten. Österreich sollte als neutraler Staat Brückenbauer und Vermittler sein. Leider haben wir im Gegensatz zu früher, wo 1961 Kennedy Chruschtschow in Wien getroffen hat, viel an Glaubwürdigkeit verloren.
Josef Klepits, Oberwart
Erschienen am Mi, 18.6.2025
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