Das freie Wort

Neues Pfandsystem

Zum Bericht vom 2. 9. 2024 über das neue Sammelsystem tun sich für mich Fragen auf. Wenn nur ein gewisser Teil pfandwürdig ist, landet bei rücksichtslosen Menschen doch wieder der Rest in der Natur. Wo ist da der Sinn der Sache? Typisch Österreich – Ausnahmen zu schaffen. Ich freu mich schon auf die von sozial schwächsten Mitmenschen ausgeräumten öffentlichen Mistkübel auf der Suche nach den richtigen Gebinden. Der Rest liegt dann halt wieder verstreut herum. Also entweder alles mit Pfand oder nichts! Ich frage mich auch, ob das „Etikett“, welches das Gebinde als Pfandprodukt auszeichnet auch für sehschwache Personen erkennbar sein wird. Wie können eine Rücknahme von Pfandgebinden bei Hauszustellung durch die diversen Anbieter (Billa, Gurkerl, Lieferando.) und die Auszahlung des Guthabens erfolgen? Es gibt sehr viele Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen oder wegen eingeschränkter Mobilität diese Dienste gerne in Anspruch nehmen, zumal Getränke im Einkauf ziemlich schwer zu tragen sind. Nicht jeder von uns hat die Möglichkeit, mal ums Eck einzukaufen und dementsprechend sein Leergut zurückzugeben. Es wird sich daher auch zeigen, ob die Konsumentinnen und Konsumenten gleich drauf pfeifen und eben Produkte ohne Pfand kaufen.

Karin Unfried, per E-Mail

Erschienen am Fr, 6.9.2024

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