Als ich zur Welt kam, war unser Staatsvertrag gerade einmal zwei Jahre alt. Wir hatten die lang ersehnte Neutralität international abgesegnet. Und wir waren stolz, als wir den Bürgern östlicher Nachbarländer in Krisenzeiten Schutz und oft auch eine neue Heimat bieten konnten. Als dann noch Österreichs UNO-Soldaten den Frieden auf Zypern und den Golan-Höhen sicherstellten, die UNO-City in Wien errichtet wurde, Kreisky mit Arafat um eine Lösung für Palästina verhandelte, war unser kleines, neutrales Österreich auf dem Höhepunkt seiner Friedensbemühungen. Diese vorbildliche Positionierung für den Frieden wurde jedoch in den letzten Jahren leichtsinnig verspielt. Schlimmer noch: Unsere Regierung liebäugelt sogar mit einem NATO-Beitritt, was ein Ende unserer Neutralität bedeuten würde. Mir fehlt aktuell bzw. schon seit Beginn des Ukraine-Krieges ein ehrliches Engagement Österreichs als Friedensstifter. Wenn nötig – immer und immer wieder! Auch wenn die Aussichten auf Erfolg nur gering sind – es nicht versucht zu haben, ist die größte Schande. Und ja, wir hätten uns damit auch innerhalb der EU positiv abgrenzen können – mit dem klaren Verweis auf unsere Neutralität. Denn diese wurde ja von der EU – bei unserem Beitritt im Jahr 1995 – akzeptiert. Dem Frieden eine Chance geben – so hieße der wahre Auftrag für ein neutrales Land wie Österreich. Leider sind wir heute mehr denn je ein unbedeutendes „Anhängsel“ der EU. Ohne eigene Meinung, ohne eigenes Profil.
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