Schon wenige Tage nach der feierlichen Eröffnung des neuen Parlamentsgebäudes sind Schäden an der lichtdurchlässigen Glaskuppel erkennbar. Als Begründung dafür müssen böse Krähen herhalten, die irrtümlich für Futter gehaltene Steinchen auf das Dach fallen ließen. Wenn dem so ist, spricht das nicht gerade für gehobene Qualität des verwendeten Materials. Nun, mein jugendlicher Freund „Glaserer-Karl“ aus dem 8. Wiener Gemeindebezirk freut sich jedenfalls schon auf das nächste Hagelunwetter, in der Hoffnung, dabei – wegen des derzeit herrschenden Handwerker- und Fachkräftemangels – auch zum Zuge zu kommen und finanziell kräftig „mitschneiden“ zu können.
Herwig Sembol, St. Georgen an der Gusen
Erschienen am Fr, 20.1.2023
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