Bundespräsident Van der Bellen nützt die Eröffnung der Salzburger Festspiele, wo das mehrheitlich kunstaffine Publikum bis zu 455 Euro für eine Karte zahlt und die Weltelite der Künstler antritt, wie schon vorher in Bregenz für eine hochpolitische Eröffnungsrede, in der er eine düstere Zukunft skizziert. Es ist aber nicht Aufgabe der Politik, in pessimistischer Weise Worst-Case-Szenarien und Katastrophen anzukündigen, sondern Probleme zu lösen oder zumindest abzufedern. Und wenn er tatsächlich glaubt, bei Verzicht Europas auf russisches Gas den Russen zu schaden und der Ukraine zu nützen, dann fehlt der Überblick auf die Gesamtsituation. Freiwillig frierend in eine Rezession zu schlittern hat keine Auswirkungen auf den Krieg und schadet letztlich nur Kontinentaleuropa.
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