„War gesunde Frau“

Studentin (19) stirbt nach populärer Abnehmspritze

Ausland
12.08.2026 09:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Josephine Nasr war zwar nicht fettleibig, aber die 19-Jährige wollte unbedingt ein paar Kilos verlieren: Um ihr Ziel zu erreichen, nahm sie eine Abnehmspritze. Diese Entscheidung sollte der Studentin das Leben kosten – die Kalifornierin starb nach der Einnahme an einer Herzrhythmusstörung. 

Die junge US-Amerikanerin studierte gerade in London. In ihrer Heimat in Kalifornien hatte ein Arzt der Studentin Trizepatid verschrieben. Im September 2025 wurde Josephine tot in ihrem Wohnheimzimmer aufgefunden. Wie ein britischer Arzt nun herausfinden sollte, war der Wirkstoff wohl schuld an dem frühen Ableben der 19-Jährigen.

Studentin musste sich nach Spritze übergeben
Kurz vor ihrem Tod hatte sie noch mit ihrer Familie telefoniert, wie die „Daily Mail“ berichtete. In dem Gespräch hatte sie ihren Eltern und ihrer Schwester erklärt, dass ihr übel sei und sich habe übergeben müssen. Ihre Angehörigen waren besorgt – und rieten ihr, an die frische Luft zu gehen. 

Als ihre Schwester Anastasia etwas später versuchte, sie zu erreichen, hob die Studentin nicht ab. Das alarmierte Wachpersonal wurde gebeten, nach ihr zu schauen und verschaffte sich Zutritt zu ihrem Zimmer im Wohnheim. Die junge Frau wurde schließlich leblos darin entdeckt – neben ihr lag eine leere Ampulle der Abnehmspritze.

Tod wurde von Behörden untersucht
Die Behörden stellten schließlich fest, dass Josephine zwar ein wenig übergewichtig, aber keineswegs fettleibig war. Sie hatte Tirzepatid erst im Sommer verschrieben bekommen. Ein Pathologe fand heraus, dass die Studentin unter einer angeborenen Herzerkrankung litt, die in Kombination mit dem Medikament zu ihrem frühzeitigen Ableben geführt haben könnte.

Freunde trauern auch in sozialen Medien um die junge Studentin, die viel zu früh starb:

„Sie war ansonsten eine gesunde junge Frau“
Denn ein Erbrechen aufgrund von Tirzepatid könne zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels führen, was wiederum zu einem Elektrolytungleichgewicht und schließlich zu einer Herzrhythmusstörung führen kann. Der Gerichtsmediziner vermutet, dass die junge US-Amerikanerin kurz nach dem Gespräch mit ihren Eltern gestorben sei. „Sie war ansonsten eine gesunde junge Frau“, ergänzte der Mediziner.

Ein Sprecher von Eli Lilly, dem Hersteller von Tirzepatid, sagte: „Wir sprechen der Familie von Frau Nasr unser tiefstes Mitgefühl zu ihrem Verlust aus.“ Das Unternehmen erklärte, dass es keine Unterlagen von der Untersuchung erhalten habe und sich daher nicht zu dem Vorfall äußern könne. „Sollten bei der Einnahme von Lilly-Medikamenten Nebenwirkungen auftreten, sollten Betroffene ihren Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft konsultieren“, wurde betont. 

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