Es ist hoch an der Zeit, den gefährdeten Neusiedler See mit einer Wasserzuleitung aus der Donau zu erhalten. Das Projekt gibt es schon sehr lange. Und genauso lange gibt es Proteste dagegen. Vorgeblicher Naturschutz sträubt sich mit Händen und Füßen gegen jegliche Dotation für diesen einmaligen Steppensee. Auch wenn der See vertrocknet und für die Fische, Lurche und Wasservögel ein unermesslicher Schaden eintritt, die Fundamentalisten fordern, Natur muss Natur bleiben. Vor allem der Salzgehalt des Sees darf unter keinen Umständen verändert werden. Nun, dann sehen wir uns doch diesen vorgeblich unumstößlichen Salzgehalt doch näher an. Dass er mit dem Schwanken des Wasserstandes ebenfalls schwankt dürfte klar sein. Verdunstet das Wasser, steigt der Salzgehalt, steigt der Wasserspiegel, sinkt dieser Gehalt. Denn der See wird durch Niederschlag gespeist, nicht durch Grundwasser. Schon deshalb ist es absurd, von einem stabilen Salzgehalt zu sprechen. Und über die Zeiten hat sich dieser Salzgehalt zusätzlich krass geändert. Zirka bis zum 20. Jahrhundert gab es keinen Schilfgürtel. Das Land und die Siedlungen reichten direkt an den See. Erst als der See infolge verschiedener Ereignisse aussüßte, hatte sich der riesige heutige Schilfgürtel gebildet. Wenn Fundamentalisten vom Salzgehalt des Neusiedler Sees sprechen, welchen Prozentsatz meinen sie? Oder eben nur allgemeines Dagegensprechen? Jetzt soll der Wasserstand des Sees um etwa 10 cm erhöht werden. Damit wird nicht einmal der Durchschnittswasserstand erreicht. Was soll daran unnatürlich sein?
Helmut Belanyecz, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz, Wien
Erschienen am Mi, 27.7.2022
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