Es ist mehr als ungewöhnlich, wie gelassen und unbekümmert der Nationalrat in Krisenzeiten agiert. Während in der Ukraine der Krieg tobt, die Gasversorgung durch Russland am seidenen Faden hängt und die Corona-Zahlen längst jenseits der Zehntausendermarke liegen, gönnen sich die Parlamentarier eine Sommerpause bis Mitte September. Die extreme Teuerung bringt immer mehr Menschen in eine existenzbedrohende Situation, doch außer einmaliger Geldgeschenke hat die Politik keine Eile, rasch nachhaltige Maßnahmen gegen die Preislawine zu erarbeiten. Explodierende Migrationszahlen und die extrem hohe Zahl von Asylanträgen werden je nach Bedarf für politische Agitation eingesetzt, doch niemand will sich im Sommer ernsthaft mit Lösungen zu diesem brennenden Dauerthema beschäftigen. Alle diese Krisen scheinen unsere Parlamentarier im Nationalrat nicht davon abzuhalten, so wie jedes Jahr für Wochen in den Urlaub zu gehen. Während der einfache Arbeitnehmer im Normalfall fünf Wochen Urlaub hat, in manchen Systemrelevanten Bereichen unserer Gesellschaft derzeit gar kein Urlaub möglich ist, gönnt sich der Nationalrat diese überlange Sommerpause. In jedem Unternehmen wäre es undenkbar, dass in Krisenzeiten die Führungsmannschaft Urlaub macht und sich die Probleme und Herausforderungen durch urlaubsbedingte Inaktivität weiter verstärken. Natürlich hat auch ein Nationalrat Anspruch auf Erholungsurlaub, ob dieser in diesem überlangen Ausmaß sein muss, darüber muss und darf gerade jetzt diskutiert werden. In der seit Jahrzehnten größten Krise einfach abzutauchen und die Menschen mit den Problemen allein zu lassen, versteht niemand. Gerade jetzt ist die politische Führungscrew gefordert, den Staat sicher durch die Krisen zu führen und nicht durch wochenlange Abwesenheit die Menschen mit ihren Sorgen und Problemen allein zu lassen.
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