Ich habe noch sehr gut im Ohr, als der damalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel tönte, dass Karl-Heinz Grasser der beste Finanzminister – ob nur von Österreich oder der ganzen Welt, weiß ich jetzt nicht mehr – sei! Nun steht dieser vor Gericht, weil er angeblich Steuern hinterzogen hat. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Seine Rechtfertigung ist aber umso erstaunlicher, denn er sagt, dass er sich beim Steuerrecht nicht auskannte und sich dabei auf seinen Steuerberater (ebenfalls Unschuldsvermutung!) verlassen habe. Für mich ist das wieder einmal ein kleiner Beweis dafür, dass die Minister und Ministerinnen von ihrem Metier eigentlich nichts verstehen müssen, und böse Zungen sagen sogar, dass es genügt, wenn sie schreiben und lesen können. Honi soit qui mal y pense!
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