Die aktuelle Teuerungswelle wird hauptsächlich mit Inflations-Import argumentiert, doch das trifft nicht auf alle relevanten Bereiche zu. Für Öl, Gas oder auch diverse Nahrungsmittel mag das stimmen, doch der besonders betroffene Strom wird zu einem hohen Prozentsatz mit Wasserkraft im Land produziert, wobei der erneuerbare Anteil bei insgesamt rund 80% liegt. Es ist nicht bekannt, dass die Sonne, der Wind oder das Wasser die Preise in den letzten Monaten horrend angehoben haben, und auch der importierte Atomstrom sollte nicht in diesem Ausmaß gestiegen sein. Die explodierenden Strompreise sind demnach mehrheitlich hausgemacht, und die Politik, die an den Energieversorgern über die Länder maßgeblich beteiligt ist, spielt mit. Es handelt sich offensichtlich um eine spezielle Form der Geldbeschaffung der öffentlichen Hand, wobei man vielleicht an jenen „Polster“ heranmöchte, der von privaten Haushalten in Pandemiezeiten angespart wurde.
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