Auch wenn Oppositionsführer Jair Lapid mehr als zwei Monate nach der Parlamentswahl ein Acht-Parteien-Bündnis geschmiedet hat und Israel kurz vor einem Machtwechsel steht, steht dieser gemeinsame Deal angesichts der unterschiedlichen Interessen der einzelnen Parteien auf sehr wackeligen Beinen. Der einzige gemeinsame Nenner dieses Zweckbündnisses ist die Ablehnung gegenüber dem aktuellen Premierminister Netanyahu. Ob diese Koalition, die praktisch alle Bereiche des politischen Spektrums umfasst und ein Rotationsprinzip zwischen Bennett und Lapid als Regierungschef vorsieht, von langer Dauer sein wird, darf daher stark bezweifelt werden. Netanyahu hat hingegen schon des Öfteren bewiesen, dass er ein politischer Überlebenskünstler ist. Totgesagte leben bekanntlich auch länger.
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