In jeder Partei gibt es „Turbulenzen“, aber in der FPÖ gehören sie beinahe schon zum Parteiprogramm: Vom VdU über die WdU und der FSÖ bis zur FPÖ zeigte sich diese Partei schon immer sehr „wandlungsfähig“. Dann kam der Parteitag 1986 in Innsbruck, wo Norbert Steger als Parteichef von Jörg Haider „abgeschossen“ wurde. Auch „Knittelfeld“ war ein „Höhepunkt“ in der blauen Parteigeschichte. Dort spaltete Jörg Haider die Partei und gründete das BZÖ (dem nur ein kurzes Dasein beschieden war). Dann kam, nach Haiders Tod, H.-C. Strache als neuer starker Mann an die Parteispitze – bis er sich mit dem Ibiza-Video selbst „abmontierte“ und damit auch gleich seine Partei aus der Regierungsverantwortung mitnahm. Norbert Hofer als neuer und viel zu toleranter Obmann der Freiheitlichen war dem Ex-Innenminister der türkis-blauen Koalition – und inzwischen zum Feind von Bundeskanzler Sebastian Kurz gewordenen – Herbert Kickl ein Dorn im Auge, und der sägte so lange am Sessel Hofers, bis dieser das Handtuch warf. Da wäre nur noch zu ergänzen: Schon wieder „blaue Turbulenzen“!
Franz Weinpolter, per E-Mail
Erschienen am Fr, 4.6.2021
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