Aus der „Krone“ erfahren wir von der Beschlagnahmung von 26 Fahrzeugen eines Subunternehmers des Internet-Riesen „Amazon“ in Großebersdorf. Ein Zustellunternehmen hat eine Steuerschuld von 358.000 Euro angehäuft. Dieser Betrag wird nun von der Finanzbehörde durch den Verkauf dieser Fahrzeuge abgedeckt. So weit, so gut. Nun meldet sich zu diesem Steuervergehen auch unser Finanzminister zu Wort. Er meint wörtlich: „Wer glaubt, seine Verantwortung in Österreich an der Laderampe abgeben zu können, irrt gewaltig. Auch Internet-Konzerne müssen ihren Beitrag leisten.“ Als jahrzehntelanger Kenner der Zustellbranche muss ich hier unseren Finanzminister auf einen Irrtum hinweisen. Amazon bedient sich ausschließlich Subunternehmer, die unter diskussionswürdigen Umständen als selbstständige Unternehmer die Aufträge von Amazon übernehmen. Nach dem Aufgreifen von derartigen „Schwarzen Schafen“ wartet schon der nächste Subunternehmer in den Startlöchern, der Vorfall betrifft Amazon als Auftraggeber nicht im Geringsten und interessiert die Verantwortlichen des Internet-Riesen so wie das bekannte Fahrrad, welches in China umfällt.
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