Die türkische Präsident Erdoğan hat vor wenigen Tagen die Istanbul-Konvention außer Kraft gesetzt. Das 2011 vom Europarat beschlossene weltweit gültige Abkommen soll Frauen und Mädchen besser vor Gewalt schützen. Damit geht die Türkei einen Schritt zurück in dunkle Zeiten und signalisiert, dass in diesem Land Frauen kaum Rechte haben und schutzlos aller Art von Gewalt ausgeliefert sind. Die Beweggründe zu diesem Schritt dürften im politischen Abwärtstrend von Staatschef Erdoğan liegen, der damit fundamentalistischen Teilen der türkischen Bevölkerung entgegenkommt. Auf den Punkt gebracht heißt das, Frauenrechte werden auf dem Altar des politischen Erfolges geopfert. Am türkischen Beispiel wird erkennbar, was auch in anderen Ländern immer noch als selbstverständlich akzeptiert wird, Frauen-rechte werden von Männern bestimmt. Selbst in Vorzeigedemokratien entspricht das Alltagsleben vieler Frauen nicht der gesetzlich vorgesehenen Gleichstellung. Gewalt in der Partnerschaft, Hemmnisse im Berufsleben und die Hauptlast bei Haushaltsführung und Kindererziehung sind der Alltag vieler Frauen. Frauenhäuser kämpfen ums finanzielle Überleben, und Altersarmut ist das besondere Schicksal von Frauen. Das türkische Beispiel darf nicht stillschweigend hingenommen werden, ebenso nicht die Benachteiligung von Frauen bei uns. Präsident Erdoğan darf nicht durchkommen mit dieser unmenschlichen Entscheidung. Dem hoffentlich international folgenden Aufschrei der Frauenorganisationen und politischen Protesten müssen weitere Maßnahmen und Aktionen folgen, damit diese frauenfeindliche Entscheidung zurückgenommen wird. Das ist nicht einfach und bedarf neuer Ideen und internationaler Vernetzung zum gemeinsamen Kampf. Die Frauen in diesen von mittelalterlich denkenden Männern dominierten Bereichen müssen gestärkt und unterstützt werden, sich gegen Diskriminierung und Abwertung zu wehren. Der unlängst gefeierte Weltfrauentag könnte das Signal und die Lebensgeschichte der Frauenrechtlerinnen Adelheid Popp und Hildegard Burjan die Motivation dafür sein.
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