Nun steht es also fest: Das Coronavirus hat uns praktisch weltweit im Griff. Schritt 1 muss also sein, es möglichst zu begrenzen, und hier muss man die bisherigen und vermutlich noch kommenden Direktiven von Regierungsseite voll akzeptieren, und jeder Einzelne von uns muss sie mittragen! Schritt 2 sind die Folgen der wirtschaftlichen Einbrüche durch diese Pandemie. Hier geht es darum, die Wirtschaft und damit auch alle Arbeitsplätze zu schützen und mit den erforderlichen Mitteln gegenzusteuern. Schritt 3: in der gegenwärtigen Situation kann die derzeitige politische Priorität Umwelt auf EU-Ebene, aber auch in den einzelnen Mitgliedsstaaten kurz- bzw. mittelfristig nicht durchgehalten werden. Also gilt: Umweltthema nicht vergessen, aber im Moment hintanstellen. Denn die Klimakatastrophe droht langfristig, die Wirtschaftskrise als Folge der Corona-Pandemie droht unmittelbar, und vor allem: Wenn unsere Wirtschaft lahmt, wer soll dann unser Umweltprogramm finanzieren?
Günter Braun, Wien
Erschienen am Mo, 16.3.2020
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