Na bravo! Hat nun auch die Steiermark ihren „Einzelfall“? Wie schon beim Liederbuch-Skandal in Niederösterreich reagiert die FPÖ mit Distanz und will mit dem neuen Burschenschafter-Liederbuch nicht in Verbindung gebracht werden. Dass bei den FPÖ-Spitzenkandidaten wenige Wochen vor der steirischen Landtagswahl bei derartigen Nachrichten der Hut brennt, ist klar. So wie seinerzeit in NÖ darf auch in der Steiermark kein Platz für NS-verherrlichendes, rassistisches und antisemitisches Gedankengut sein. Personelle Konsequenzen sind unausweichlich. Derartige Vorfälle schaden nicht nur der Steiermark, sondern rücken wieder einmal ganz Österreich ins schiefe Licht. Eine besondere Geisteshaltung zeigt der Liedtext: „Land der Nehmer, Land der Geber, Land der Kriecher, Land der Streber“, welcher die Verbindung zur Republik Österreich nicht gerade positiv erscheinen lässt. Dass ausgerechnet die FPÖ mit diesem Inhalt keine Freude hat, ist verständlich.
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