Beim Umgang mit Geld liefert der Staat ein schlechtes Vorbild ab. Schulden von 280 Milliarden Euro anzuhäufen ist eine enorme Belastung für nachfolgende Generationen. Zwei Drittel dieses ausgeliehenen Geldes sind nicht für Investitionen verwendet worden, sondern für kurzfristige Wohltaten, welche sich in Luft aufgelöst haben. Diese Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Nachwuchs legen oft auch die Eltern von armen Kindern an den Tag. Ganz selten wird der soziale Niedergang einer Familie durch einen unverschuldeten Schicksalsschlag verursacht. Meist führen Alkohol-, Spiel- und Drogensucht einen oder sogar beide Elternteile in den finanziellen Abgrund. Solange Nagel- und Tattoo-Studios, Wettlokale, Handy-Shops und Cannabis-Läden unser Straßenbild beherrschen, hat Kinderarmut leider weiter Hochsaison.
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