Das freie Wort

Mehr Grün in der Stadt

Überall hört und liest man, dass die hochwohllöbliche Stadtregierung von Wien mehr Grün in der Stadt fordert. Allerdings, wie es schon in der Bibel verlangt wird, weiß „die Rechte nicht, was die Linke tut“. In der Bibel bezieht sich das allerdings auf gute Werke, mit denen man nicht protzen soll. Gute Werke sind es in Wien leider nicht. Denn Robinien, bei uns Akazienbäume genannt, werden vor allem im Prater rigoros gefällt. Die üblichen Weltverbesserer beim sogenannten Naturschutz wollen alles ausmerzen, was bei uns nicht heimisch ist. Ein richtiggehender Floren- und Faunenfaschismus. Aber nicht nur die „Akazien“, auch die Götterbäume stehen ebenfalls seit Jahrhunderten bei uns. Es stellt sich die Frage, wann diese Radikalinskis auch die Kastanien angehen. Denn die sind auch nicht ursprünglich heimisch. Aber viele dieser Arten waren vor der Eiszeit heimisch. Damals war es viel wärmer als jetzt. Anstatt wärmeresistente Pflanzen im Klimawandel zu fördern, lässt sie der Magistrat fällen. Denn wenn sogenannte Naturschützer etwas fordern, dann wagt doch keiner, dran zu zweifeln.

Helmut Belanyecz, Wien

Erschienen am So, 20.10.2019

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