25.04.2008 12:49 |

Tragischer Unfall

Soldat bei Unfall mit Panzer in Allentsteig getötet

Die "Pacemaker 08", die größte Übung des Bundesheeres in diesem Jahr, ist am Donnerstag am Truppenübungsplatz Allentsteig im niederösterreichischen Bezirk Zwettl von einem Unglück überschattet worden. Bei einem Unfall mit einem Schützenpanzer wurde laut Verteidigungsministerium ein 23-jähriger Kadersoldat getötet, ein weiterer Soldat wurde schwer verletzt. Ersten Angaben zufolge war der Panzer von der Straße geraten, hatte einen Holzstapel touchiert und war schließlich auf dem Dach zum Liegen gekommen.

Die beiden 23-jährigen Kadersoldaten aus Niederösterreich waren auf dem Rückweg von einer Übung, der Panzer hätte zu einem Verladepunkt gefahren werden sollen. Auf dem Weg dorthin sei der 250 PS starke Saurer-Panzer im Bereich Gerolterwald aus vorerst noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen.

"Plötzlich geriet das Kettenfahrzeug auf einen Holzstapel. Dieser wirkte wie eine Schanze und katapultierte den Panzer durch die Luft. Das 13,2 Tonnen schwere Gefährt überschlug sich und landete auf dem Dach", so Oberst Karl Kihssl vom Militärkommando Niederösterreich.

Bilder von der Unfallstelle in der Infobox!

Für den jungen Panzerkommandanten, der unter dem tonnenschweren Kampfgerät begraben wurde, kam jede Hilfe zu spät, der Fahrer des Kettenfahrzeugs erlitt schwere Verletzungen. Er wurde von der Feuerwehr geborgen und mit dem Notarzthubschrauber ins Landskrankenhaus nach Krems geflogen.

Andere Fahrzeuge waren nicht in den Unfall involviert, hieß es von der Pressestelle der "Pacemaker 08". Das Militärkommando Niederösterreich hat eine Untersuchungskommission zur Klärung des Sachverhaltes eingesetzt. Das Manöver hatte am 14. April begonnen und dauert noch bis Freitag. 2.300 Soldaten aus ganz Österreich, 500 Räder- und 20 Kettenfahrzeuge stehen dabei im Einsatz.

Darabos "fassungslos und betroffen"
Verteidigungsminister Norbert Darabos zeigte sich nach Bekanntwerden des Unfalls "fassungslos und betroffen". Er sprach den Angehörigen sein Beileid aus und versprach, die Umstände lückenlos zu klären. Gleichzeitig betonte er, dass Unfälle dieser Art beim Bundesheer nur äußerst selten vorkommen. Sie seien aber, wie in allen anderen Lebensbereichen auch, nie ganz auszuschließen.

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