Ralf Hütter und Florian Schneider (aka "Kraftwerk") sorgten seit dem Jahr 1968 nicht nur für Bewegung in der Musikszene, sondern für richtige Revolutionen. Ohne sie wäre der Begriff Elektro-Musik heute wohl ein ganz anderer. Umso schlimmer, das mit dem neuen Album am eigenen Nimbus gekratzt wird.
Gut, über so Kleinigkeiten wie das verpassteErscheinungsdatum zum Start der Tour de France lässt sichja noch locker hinwegblicken. Dann ist aber auch schon Schluss.
Wo Kraftwerk früher immer wieder mehr als nureinen Hauch Genialität einstreute macht sich diesmal nurgähnende Langeweile breit. Die Tracks klingen teilweise sehrähnlich, haben emotional mit dem Thema "Radfahren" kaum etwaszu tun und wurden in der einen oder anderen Form schon vor Jahrenauf diversen Clubbings gespielt.
Das soll jetzt natürlich nicht heißen,dass "Tour de France Soundtracks" ein schlechtes Album ist. Mitnichten!Aber gerade von den "Kraftwerk"-Pionieren hätte man sichnach so langer Pause doch etwas mehr Genialität erwartendürfen. Chillige Clubbing-Beats sind ja schön und gut- aber was haben sie noch mit Kraftwerk zu tun? Wo bleibt dieEntmenschlichung der Musik? Wo die aufgesetzte Abgehobenheit?Schade, eine vergebene Chance, sich selbst den letzten Stein deseigenen Denkmals zu setzen...
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