Arbeitslos, was nun?

So startest du nach dem Jobverlust wieder durch

Wirtschaft
19.02.2008 15:42
Immer wieder vermelden Unternehmen, dass die Ergebnisse des Vorjahres nicht so ganz den Erwartungen entsprochen haben und als Konsequenz Arbeitnehmer an die Luft gesetzt werden müssen. Die Folgen für den Betroffenen sind oft verheerend: Neben deutlichen finanziellen Einbußen erleidet auch das Selbstwertgefühl einen ziemlichen Dämpfer. Oft kommen auch familiäre Probleme hinzu. Hier die Motivation zu finden, sich einer neuen Herausforderung zu stellen, ist nicht einfach. krone.at gibt dir Tipps, wie du diese schwierige Situation gut meisterst.

Finanzielle Situation neu ordnen
Zunächst musst du dich sofort darum kümmern, dass deine finanzielle Situation geregelt ist. Denn Arbeitslosengeld gibt es nicht automatisch, wenn du deinen Job verlierst. Du musst persönlich beim AMS einen Antrag darauf stellen. Wenn du das erste Mal Arbeitslosengeld beziehst, musst du insgesamt 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten innerhalb der letzten zwei Jahre nachweisen. 

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht mindestens 20 Wochen und steigt mit dem Ausmaß der Beitragszeiten, die du erworben hast. Auch verlängert sich die Bezugsdauer um jene Zeiten, während denen du an Schulungen vom AMS teilgenommen hast. Die Höhe des Arbeitslosengeldes beträgt in der Regel 55 Prozent des täglichen Nettoeinkommens vor dem Jobverlust, je nach Familiensituation ergänzt um Zuschläge. Den Link zum Arbeitslosengeld-Rechner des AMS findest du in der Infobox.

Weiters solltest du dir nun deine finanzielle Situation hinsichtlich deiner laufenden Ausgaben ansehen. Optimalerweise hast du ohnehin einen Polster in der Höhe von zwei bis drei Netto-Monatsgehältern auf der Seite, mit dem du nun einiges auffangen kannst. Wenn nicht, dann solltest du nun genau überlegen, welche Ausgaben du vorübergehend reduzieren kannst. 

Auf zu neuen Ufern
Auch wenn dies schwer ist, solltest du dich nicht zu lange deiner Wut oder Traurigkeit über den Jobverlust hingeben. Denn je länger du lethargisch vor dich hin lebst, desto schwieriger ist es, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Schließe mit deinem alten Job ab! Das funktioniert am besten, indem du dir überlegst, was du für dich an wertvollen Erfahrungen mitnehmen kannst. Vielleicht hast du einiges gelernt. Vielleicht weißt du nun auch, was in deinem nächsten Job definitiv anders werden soll. Vielleicht ist die derzeitige Situation für dich endlich die Möglichkeit, dich neu zu orientieren und Dinge auszuprobieren, die du schon immer gerne machen würdest. 

Mach dir klar, wie viel du geleistet hast und was deine Erfahrung nun wert ist. Nur weil dein letzter Arbeitgeber dies nicht mehr nutzen konnte oder wollte, heißt das noch lange nicht, dass deine Arbeitskraft nichts wert ist. Mit diesem Gefühl solltest du dich dann sofort auf die Suche nach einem neuen Job begeben. Besonders wenn du dich jahrelang nicht mehr bewerben musstest, ist das nun eine ganz neue Situation für dich. Du solltest deinen Lebenslauf aktualisieren und ein Bewerbungsschreiben aufsetzen. Tipps hierfür findest du ebenfalls in der Infobox.

Die Masse macht’s
Je nach Branche ist es heute teilweise schwierig, schnell einen neuen Job zu finden. Daher gilt es, möglichst viele Positionen in Betracht zu ziehen, teils auch mit etwas anderen Aufgabengebieten, als du in deinem alten Job hattest. Denn je flexibler du bist, desto leichter gestaltet sich die Jobsuche. Und eines sollte dir klar sein: Du wirst Absagen bekommen. Du wirst vermutlich sogar viele Absagen bekommen. Das ist normal und sollte dich nicht entmutigen. Auch wenn zehn Unternehmen nein sagen – vielleicht sagt dann Nummer elf ja.
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