Bei Urlaub in Kroatien

Österreicher krachen mit voller Wucht gegen Küste

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Von krone.at

Ein lauter Knall riss in der Nacht die Bewohner der kroatischen Insel Kaprije aus dem Schlaf: Ein Schnellboot war mit zwei Österreichern an Bord in der Dunkelheit gegen die Küste geprallt. Das Paar hatte dabei großes Glück.

Der Unfall ereignete sich am Dienstagabend in einer Bucht von Kaprije, direkt gegenüber dem Fähranleger. Nach ersten Angaben verloren die Österreicher bei der nächtlichen Fahrt offenbar die Orientierung und krachten mit dem Boot gegen die Küste. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Boot auf die Steine geschleudert.

Inselbewohner halfen sofort
Wie index.hr berichtet, ging die Meldung über den Unfall um 20.55 Uhr beim kroatischen Seenotrettungszentrum MRCC Rijeka ein. Kurz darauf bestätigte die Besatzung des Passagierkatamarans „Mali Princ“ den Unfall. Einheimische hatten zu diesem Zeitpunkt bereits geholfen, die beiden Verletzten aus dem Boot zu holen und sie sicher zum Anleger zu bringen.

Unglückspassagiere im Krankenhaus
Um 21.22 Uhr machte sich schließlich die Hafenbehörde von Šibenik auf den Weg nach Kaprije. Die Einsatzkräfte übernahmen die beiden Verletzten, brachten sie mit dem Boot nach Šibenik und übergaben sie dort dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung.

Der Kristijan Antic-Blog berichtet, dass es sich bei den Verletzten um einen Mann und eine Frau aus Österreich gehandelt habe. Hafenkapitän Ante Gović bestätigte demnach gegenüber kroatischen Medien, dass beide zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden seien. Lebensgefährliche Verletzungen hätten sie nicht erlitten.

Dramatische Nacht auf der Adria
Der Unfall auf Kaprije war allerdings nicht der einzige größere Einsatz in dieser Nacht. Laut Jutarnji list koordinierte MRCC Rijeka nahezu zeitgleich eine umfangreiche Suchaktion im Gebiet um Čiovo. Ein kroatischer Jet-Ski-Fahrer war als vermisst gemeldet worden, nachdem er mit einem schnellen Freizeitfahrzeug aufs Meer hinausgefahren war.

An der Suche beteiligten sich unter anderem ein Rettungsboot der Hafenbehörde, die maritime und Flughafenpolizei von Split, ein Feuerwehrboot aus Trogir sowie zwei private Boote. Gegen 1.10 Uhr wurde der Vermisste schließlich zwischen den Inseln Mali Drvenik und Veli Drvenik entdeckt. Er war am Leben und unverletzt, allerdings unterkühlt.

Für die beiden Österreicher auf Kaprije ging die dramatische Nacht ebenfalls glimpflich aus. Nach der medizinischen Behandlung konnten sie laut den vorliegenden Angaben wieder in häusliche Pflege entlassen werden.

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