Mit 1:0 konnte sich Sturm Graz am Donnerstag gegen Olympique Marseille durchsetzen und damit den ersten Sieg in der Europa-League-Ligaphase feiern. Was die Protagonisten nach der Partie zu sagen hatten, lesen Sie hier ...
Fabio Ingolitsch (Sturm-Trainer):
„Ein fantastisches Fußballspiel von meiner Mannschaft. Wir waren griffig, giftig, hatten hohe Ballgewinne und zwei bis drei weitere Momente mit Großchancen, da hätten wir schon effizienter sein können. Und wir haben in der Schlussphase gemeinsam leidenschaftlich verteidigt. Wenn (Torhüter) Helac einen Schuss auf sein Tor bekommt, spricht das Bände. Was die Mannschaft in der momentanen Konstellation leistet, ist unglaublich und gibt Genugtuung und kurze Momente der Freude. Oumar (Diakite) hatte eine sehr gute erste Halbzeit, er hat gemacht, was wir von ihm erwarteten – auch das Tor. Ich habe aber gefühlt, dass er Ende der ersten Halbzeit leer war, deshalb habe ich ihn rausgenommen, obwohl er nicht amused (erfreut) war. Bei Heil haben wir bis zehn Minuten vor Anpfiff diskutiert, ob er starten kann, ich habe ihm dann die Entscheidung abgenommen. Wir wollten kein weiteres Risiko eingehen, dass er länger ausfällt.“
Simon Seidl (Sturm-Spieler):
„Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir sind richtig aggressiv ins Spiel gegangen. Schade, dass ich (beim Lattenschuss) den Ball nicht reinhaue, ich glaube aber, dass der Lupfer die insgesamt richtige Entscheidung war. Wir schauen von Woche zu Woche – nein, von Spiel zu Spiel, wir spielen ja alle drei, vier Tage. Wir wollen uns keine Grenzen setzen.“
Valmir Matoshi (Sturm-Spieler):
„Jeder hat gesehen, dass das ein gutes Spiel von uns war. Vier Punkte nach drei Spielen, fantastisch. Wie schon in den letzten Spielen waren wir meiner Meinung nach griffiger in den Duellen und die Energie kommt auch von unseren Fans. Wir haben eine Struktur, wo jeder weiß, was er zu tun hat. Wir haben die Schlussphase deswegen gut überstanden, weil wir die nötige Reife gezeigt haben.“
Bruno Genesio (Marseille-Trainer):
„Ich habe mit Lille gegen Sturm gespielt und habe die Mannschaft und ihren Stil wiedererkannt, mit der sehr guten defensiven Arbeit, mit dem Vertikalspiel und mit einer sehr guten Struktur. Letztlich hat Sturm den Sieg verdient. Ich bin sehr enttäuscht von meiner Mannschaft, was die erste Halbzeit betrifft. Wir müssen uns bei den mitgereisten Fans dafür entschuldigen. In Europa musst du stets bereit sein. Uns fehlt die Kontinuität, es wartet noch viel Arbeit auf uns. Es gibt noch eine kleine Chance (Anm.: auf den Aufstieg), fünf Matches sind noch zu spielen. Mit zehn bis elf Punkten ist man wahrscheinlich durch.“
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