Netze überlastet

Stromausfälle legen Sambia und Kapstadt lahm

Ausland
22.01.2008 17:38
Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden ist in Sambia im ganzen Land der Strom ausgefallen. Am späten Montagabend sei die gesamte Stromversorgung zusammengebrochen, sagte der Geschäftsführer der staatlichen Stromgesellschaft Zesco, Rhodnie Sisala. Auch in Südafrikas Tourismus-Metropole Kapstadt gingen am Abend die Lichter aus. Etwa 900 Menschen mussten deshalb eine halbe Nacht auf dem Tafelberg verbringen.

Als am Montagabend um kurz vor 20.00 Uhr in Kapstadt die Lichter ausgingen, stoppte abrupt auch die Seilbahn am Tafelberg. Zu der Zeit waren 40 Menschen auf dem Weg nach oben und 50 kurz vor dem Ausstieg am Fuße des Berges, berichtete der Seilbahnbetreiber. Die Kabinen waren nur etwa zwei Meter vom Ziel entfernt, konnten jedoch wegen eines technischen Fehlers nicht andocken.

In einer mehrstündigen Rettungsaktion wurden die Menschen aus der oberen Kabine mit Leitern ins Freie gebracht, die Gäste am Fuß des Berges fuhren in einer Art Rettungskorb nach unten. Auf dem Gipfel warteten unterdessen 900 hungrige und verärgerte Touristen. Erst um 23.00 Uhr setzte sich die Seilbahn wieder in Bewegung. Die letzten Besucher waren erst um 1.30 Uhr an der Talstation.

Nicht über Stromabschaltung informiert gewesen
Angesichts nicht mehr ausreichender Stromreserven hat der staatliche Eskom-Konzern in den vergangenen Tagen damit begonnen, landesweit ganze Regionen oder Stadtteile vom Netz zu nehmen, um einen völligen Blackout zu vermeiden. Der Wirtschaft ist dadurch bereits ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Die Betreiber der Tafelberg-Seilbahn erklärten, sie seien nicht über die Stromabschaltung informiert worden.

Landesweiter Stromausfall in Sambia
Mit ganz ähnlichen Problemen hat auch die afrikanische Republik Sambia zu kämpfen, in der es am Dienstag zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden zu landesweiten Stromausfällen gekommen ist. Bisher habe nur in wichtigen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Militäranlagen die Versorgung wieder hergestellt werden können, so die staatliche Stromgesellschaft Zesco. Die Ursache für den Ausfall wird noch untersucht. 

Derzeit muss das Land Strom aus dem benachbarten Kongo importieren. Nur durch Energiehilfen aus dem Kongo konnten nach dem ersten landesweiten Stromausfall am Samstag 400 Arbeiter aus drei Kupferminen befreit werden, die aufgrund des Energieausfalls eingeschlossen waren. Chinesische Energie-Experten unterstützen Sambia zurzeit beim Ausweiten der Kapazitäten für die Stromproduktion.

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