Obduktionsergebnis

Mari Luz laut Zeitungsbericht erstickt

Ausland
15.03.2008 14:34
Die fünfjährige Mari Luz aus dem südspanischen Huelva ist Presseberichten zufolge erstickt worden. Dies habe die Autopsie des vor einer Woche tot aufgefundenen Roma-Mädchens ergeben, berichtete die Zeitung "El Pais" am Samstag. Vermutlich habe jemand der Kleinen Mund und Nase zugehalten, damit sie nicht schreien konnte. Dabei sei sie so fest gepackt worden, dass ihr eine Rippe gebrochen worden sei.

Mari Luz sei vermutlich in den ersten 48 Stunden nach ihrem Verschwinden Mitte Jänner gestorben. Nach dem Tod sei das Kind in einen Fluss geworfen worden. Die Obduktion habe zudem ergeben, dass Mari Luz nicht sexuell missbraucht wurde. Die Polizei habe bereits erste Verdächtige im Visier.

Das aus einer Roma-Familie stammende Mädchen war seit dem 13. Jänner vermisst worden. An jenem Sonntag war die Kleine in der Nähe der Wohnung ihrer Eltern zu einem Kiosk gegangen, um Chips zu kaufen. Sie kehrte nie zurück.

Fast zwei Monate nach dem Verschwinden wurde die Leiche des Mädchens nahe dem Hafen von Huelva im Meer entdeckt. Die Hintergründe sind weiter unklar.

Kein Zusammenhang mit Verschwinden von Maddie
Einen Zusammenhang mit dem Verschwinden des vierjährigen britischen Mädchens Madeleine McCann im Mai vergangenen Jahres an der nahe gelegenen Algarve-Küste in Südportugal hatte die spanische Polizei stets ausgeschlossen, trotzdem wurde immer wieder darüber spekuliert. Der Vater von Mari Luz, Juan Jose Cortes, hatte den Verdacht geäußert, seine Tochter sei entführt worden. Möglicherweise habe es sich um einen Racheakt von Händlern gehandelt, denen er einen Standplatz auf dem von seiner Familie verwalteten Markt verwehrt hatte.

Cortes, ein evangelischer Prediger und Inhaber eines kleinen Maurerbetriebs, hatte die Öffentlichkeit mobilisiert und Kundgebungen in mehreren Städten organisiert. Er gewann die Unterstützung des berühmten Flamenco-Tänzers Joaquin Cortes und des ältesten spanischen Fußballvereins Recreativo de Huelva, für den er als Jugendtrainer gearbeitet hatte.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele