08.01.2008 12:06 |

Schuppiger Held

The Legend Of Spyro - The Eternal Night

Violett, etwas schuppig und vorlaut, aber mutig sowie tapfer ist Titelheld Spyro. Im Gegensatz zu Grisu, der so gerne Feuerwehrmann werden wollte, kämpft der kleine Drache in "The Eternal Night" gegen diverse Fieslinge. Hat er noch im Vorgängerteil "A new beginning" die Drachenlady Cynder in die Knie gezwungen, beginnt der aktuelle Titel damit, dass er sie zum Tempel der Drachen bringt. Sie hält es aber nicht lange an diesem ruhigen, idyllischen Plätzchen aus und nimmt Reißaus.

Spyro macht sich auf die Suche nach ihr, die gleich als eine Art Tutorial herhalten darf. Auf dem Weg nach draußen werden so die wichtigsten Steuerungselemente spielend erlernt. Im nächtlichen, bedrohlichen Garten holt Spyro die Gute schlussendlich ein und wird Zeuge des Angriffs von Affenkönig Gaul und seiner Bande auf den Tempel.

Bevor der Drache aber seinen Freunden zu Hilfe eilen kann, überkommt ihn eine plötzliche Ohnmacht. In der folgenden Traumsequenz erfolgen die ersten, noch sehr einfachen Hüpfeinlagen. Zudem erlangt Spyro nach und nach seine Spezialfähigkeiten, die auf dem Element Feuer beruhen, wieder. In weiterer Folge kann er auch auf die Kraft des Wassers, der Erde und der Elektrizität zurückgreifen. Zusätzlich existiert noch die Drachenzeit, eine Art Drachen-Bullettime, bei der der Spielfluss für einige Augenblicke verlangsamt wird.

"The Legend of Spryo – The Enternal Night" ist im Großen und Ganzen ein typisches  Action-Adventure. Sprungpassagen wechseln sich mit diversen Kampfeinlagen und Duellen gegen Zwischengegner ab. Die Wii-typische Steuerung geht schnell in Fleisch und Blut über und bereitet vor allem anfangs großes Vergnügen. Blöderweise sorgt die unzuverlässige und teils unglückliche Kameraführung für einige unübersichtliche Situationen, die prompt das Ableben des Helden zur Folge haben.

Dem nicht genug, wurde der Schwierigkeitsgrad gehörig weit oben angesiedelt. Ein wenig Herausforderung schadet sicherlich nicht, allerdings sollten nicht nur Profispieler eine faire Chance haben, ohne langes Üben im Spiel voranzukommen. Will heißen: Nur Wii-Cracks und geduldige Naturen werden nicht vor Frust ein paar Mal den kleinen violetten Drachen verwünschen.

Spyros Abenteuer wurden grafisch gekonnt in Szene gesetzt. Die Begriffe "süß" und "herzig" bringen es dabei genau auf den Punkt. Auch die Darstellung der Umgebung darf als gelungen bezeichnet werden. Dank der professionellen deutschen Synchronisation sowie der guten Soundeffekte ergibt sich in punkto Präsentation ein recht stimmiges Gesamtbild.

Fazit: "The Legend of Spyro – The Eternal Night" hätte ein sehr gutes und unterhaltsames Spiel werden können. Einer technisch gelungenen Umsetzung steht aber ein übertrieben hoher Schwierigkeitsgrad in Verbindung mit einer schlechten Kameraführung gegenüber. So gesehen wäre Spyro vielleicht doch auch lieber ein Feuerwehrmann geworden.

Plattform: Wii (getestet), PS2, Nintendo DS
Publisher: Vivendi Games
Krone.at-Wertung: 66%

von Harald Kaplan

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