Tschad-Mission

Es fehlt an wüstentauglichen Hubschraubern

Österreich
05.01.2008 22:57
Die von der EU geplante Tschad-Mission, an der sich nach dem Willen von Außenministerin Plassnik (ÖVP) und Verteidigungsminister Darabos (SPÖ, in der Bildmitte) auch österreichische Soldaten beteiligen sollen, entwickelt sich zu einer Blamage: Kein EU-Land war bisher bereit, die erforderlichen wüstentauglichen Hubschrauber bereitzustellen.

Insgesamt wären 20 solcher Hubschrauber für den Einsatz von insgesamt 3.000 Soldaten aus mehreren Ländern notwendig. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" haben allerdings bereits Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien der EU-Zentrale in Brüssel beschieden, keine solchen Hubschrauber zur Verfügung stellen zu wollen.

Einer der Gründe für diese Weigerung: Den teuren Einsatz der Wüstenhubschrauber hat jedes Land selbst zu finanzieren - davor schrecken die jeweiligen Verteidigungsminister angesichts knapper Verteidigungsbudgets bzw. anderweitiger Verpflichtungen, unter anderem auf dem Balkan, in Afghanistan oder dem Irak, zurück.

Brüssel will nun kommende Woche "noch einmal Druck machen", um die Hubschrauber zusammenzuschnorren. Für Österreich hat BZÖ-Sprecher Grosz schon die "einzige logische Lösung": "Minister Darabos soll der EU absagen, das ist ein Himmelfahrtsunternehmen - unvorbereitet, mit zu wenigen Soldaten und ohne ausreichendes militärisches Gerät."

Von Peter Gnam, Kronen Zeitung

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