14.12.2007 15:47 |

Alles Apfel

Nachwuchshacker bauen iPod in Skype-Phone um

Mit so gut wie keinen Mitteln, aber jeder Menge Know-How haben es sich drei Nachwuchs-Hacker zur Aufgabe gemacht, Apples iPod touch in ein Internet-Telefon umzumodeln: Der deutsche Hacker „Eok“ und seine beiden Kollegen Samuel Vinson und „Marian“ aus Frankreich und Ungarn wollen noch vor Weihnachten einen Prototypen mit funktionierender Software fertig stellen. Dabei hat nur einer von ihnen überhaupt einen iPod!

Das deutsche Magazin „Der Spiegel“ hat die Geschichte der drei Hacker, die sich in einem Forum getroffen haben, nacherzählt. Demnach koordiniert Eok die Operation „Skype-iPod“, der Ungar bastelt an einem Ansteckmikro für den Universal-Dock des iPod und der Franzose kümmert sich um die Software für die Sprachtelefonie. Einen ersten Durchbruch haben sie bereits erreicht: Ihr iPod touch kann schon per SIP-Protokoll mit VoIP-Servern kommunizieren.

Begonnen hat das länderübergreifende Projekt damit, dass Marian in besagtem iPod-Forum verkündete, dass man über den Dock des iPod auch Audiosignale schicken kann. Samuel Vinson hat vor einiger Zeit für Aufsehen gesorgt, als er ein VoIP-Programm für Nintendos tragbare Spielkonsole DS entwickelte, das er jetzt ummodelt. Der deutsche Eok hat den iPod, koordiniert die Entwicklung und wird später eine grafische Benutzeroberfläche für das Skype-Programm entwerfen.

Im „Spiegel“-Interview betont das Hackertrio, dass man keine finanziellen Interessen verfolge. Eok: „Wir wollen mit der Hardware spielen, sie verbessern – mehr nicht.“ Bemerkenswert ist dabei vor allem, mit welch beschränkten Mitteln die Hacker auskommen. Da Samuel Vinson keinen eigenen iPod touch besitzt, entwickelt der die Software quasi blind und schickt neue Versionen an Eok, der sie dann auf dem Apple-Multimediaplayer mit Touchscreen testet. Hut ab!

Haufenweise Gerüchte um neue Apple-Hardware
Indes brodelt anlässlich der bevorstehenden Macworld-Expo im Jänner wieder einmal die Gerüchteküche um neue Apple-Produkte. Heiße Kandidaten sind das bereits vom AT&T-Chef angekündigte UMTS-iPhone, das schon auf der Apple-Messe gezeigt werden könnte, aber definitiv erst im zweiten Quartal 2008 kommen dürfte. Dazwischen ist ein iPhone mit mehr Speicher (32 Gigabyte) möglich.

Ein weiterer Kandidat ist ein Apple-Subnotebook. Ein kleines MacBook mit 11-Zoll-Display und Flash-Festplatte für unter 1.200 Euro könnte es durchaus werden. Daneben gibt es Spekulationen um einen Tablet-PC. Mit dem Touchscreen-Interface des iPhones bzw. iPod touchs habe man bereits die Hälfte der Arbeit erledigt, so die Analysten.

Etwas weniger glaubhaft erscheint es, dass Apple angeblich seinen gefloppten Homeserver AppleTV in ein tatsächliches Fernsehgerät umwandelt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit geht aber man davon aus, dass Steve Jobs auf der Macworld verkünden wird, dass der Gesamtkatalog der Beatles endlich in den iTunes-Store kommt.

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