Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der Grünen hervor. ÖVP-Außenministerin Plassnik nahm dazu Stellung und gab bekannt, dass Gorbach die Briefe neben London auch an österreichische Botschaften in Moskau und Wilna, der Hauptstadt Litauens, mit der Bitte um Weiterleitung an die entsprechenden Instanzen geschickt hat. Die Briefe waren ebenfalls auf Papier der Republik Österreich gedruckt und mit „Vizekanzler a.D. Hubert Gorbach“ gezeichnet. Verfasst hatte sie der ehemalige BZÖ-Politiker in bestem „Gorbach-English“.
Der erste bekannt gewordene Brief ging am 18. Juli 2007 an seinen „long-time-friend“, den britischen Finanzminister Alistair Darling. Gorbach hat sich darin um Tätigkeiten beworben, in denen er seine Erfahrungen und sein Wissen einbringen könne. Für die Verwendung der Insignien der Republik könnte der Ex-Vizekanzler allerdings Ärger bekommen. Die für einen solchen Verstoß zuständige erste Instanz, die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch, hat bereits ein Verfahren wegen widerrechtlicher Verwendung des Bundeswappens eingeleitet. Im Normalfall erhält der Beschuldigte binnen Zwei-Wochen-Frist die Möglichkeit auf eine Rechtfertigung. Bisher war von einer solchen seitens Hubert Gorbach noch nichts in Erfahrung zu bringen.
„Im Zeitalter des Networking ein üblicher Vorgang“
Gorbach selbst hatte gemeint, er habe sich nicht um einen Job beworben. Bei Alistair Darling sei es „keine Bewerbung“ gewesen, „sondern eine allgemeine Orientierung über meine neue berufliche Situation mit dem Hinweis, dass ich gerne weiterhin internationale Kontakte pflege und bei Bedarf für allfällige Projekte oder Funktionen in Kontrollorganen (Beirat, Aufsichtsrat) ansprechbar bin - ein im Zeitalter des Networking absolut üblicher Vorgang“, hatte Gorbach in einer schriftlichen Stellungnahme zu Protokoll gegeben.










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