Ein bisschen ist es wie bei der Partnersuche. Auf den ersten Blick punkten diejenigen, die irgendwie einzigartig sind und positiv hervorstechen – meist durch Äußerlichkeiten. Und genau dasselbe Prinzip gilt auch bei schriftlichen Bewerbungen. Bewirbst du dich auf Papier, so kannst du dadurch auffallen, dass du nicht das dünne Standard-Druckerpapier nimmst, sondern eines mit einer höheren Grammatur – mehr als 80 Gramm pro Quadratmeter. Entscheidest du dich beispielsweise für 100 Gramm, so liegt das Papier etwas schwerer in der Hand – genau wie bei wichtigen Dokumenten, und signalisiert damit, dass man sich diese Unterlagen genauer ansehen sollte.
Nicht an der falschen Stelle sparen
Achte auch darauf, dass dein Drucker optimale Druckqualität liefert und nicht schmiert. Ausdrucke in Entwurfsqualität werden oft gleich entsorgt. Sparen kannst du bei anderen Ausdrucken – keinesfalls bei deinen Bewerbungsunterlagen, schließlich sollen dir diese ja die Tür zu deiner neuen Karriere öffnen.
Egal ob Bewerbung auf Papier oder elektronisch: Auch durch die Wahl deiner Schriftart kannst du hervorstechen. Times New Roman oder Arial sind langweilig. Sie sind zwar gut lesbar, aber absoluter Durchschnitt. Du kannst auf Verdana, Tahoma oder Frutiger ausweichen. Diese sind etwas anders als die Norm und wirken seriös. Keinesfalls solltest du verspielte Schriftarten mit Schnörkseln oder Handschriftähnliche Schriftarten verwenden. Diese wirken unprofessionell.
Eine professionelle Optik erreichst du auch dadurch, dass du deinen Text gut strukturierst, mit Zwischenüberschriften arbeitest, Leerzeilen machst und klare Gliederungen verwendest. Achte darauf, keine Schachtelsätze zu verwenden und dich klar auszudrücken. So zeigst du, dass du durchdacht arbeitest und einen Blick fürs wesentliche hast. Je leichter der Personalverantwortliche den Inhalt deiner Bewerbung erfassen kann und deinen Lebenslauf kennenlernt, desto höher deine Chancen.
Unbedingt solltest du deine Bewerbung auch Korrektur lesen lassen. Denn irgendwann nach dem dritten Mal umformulieren bist du betriebsblind und siehst deine Fehler nicht mehr. Daher lass dir hier von einem Freund helfen.
Der Abschluss deiner Bewerbung ist die Unterschrift auf dem Motivationsschreiben und dem Lebenslauf. Wärme dich zuerst auf einem Schmierzettel auf, bevor du am Original unterzeichnest. Blaue Tinte bzw. ein sauberer Kugelschreiber wirkt am besten. Auch bei elektronischen Bewerbungen solltest du eine Unterschrift unter das Dokument setzen – scanne einfach eine schöne Unterschrift ein, und füge die Grafik in dein Word-Dokument ein. So zeigst zu Professionalität.
Bei allen optischen Finessen gilt jedoch eines: Vermeide Übertreibungen. Wenn du zu dick aufträgst, könnte auch das dazu führen, dass du vorzeitig ausscheidest. Denn der Personalverantwortliche könnte denken, dass du mehr auf Schein als auf Sein setzt. Daher: Alles mit Maß und Ziel.










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