"Schuld" ist ein Wort, das Alois Scheld gar nicht gerne hört. "Es geht hier ja auch nicht um Schuldzuweisungen", sagt der ASFINAG-Chef im "Krone"-Gespräch. Trotzdem: Vieles ist schief gelaufen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. "Die Meteorologen haben 33 Zentimeter Schnee angekündigt, sind mit ihrer Prognose dann auf 16 Zentimeter zurückgegangen", so Schedl weiter. "Der massive Schneefall wurde
nicht vorausgesagt." Schedl räumt bloß ein: "Man hätte früher sperren müssen."
Eines ist klar: Wenn auch keine Schuldigen, Opfer gibt es genug. 5.000 Fahrzeuge waren stundenlang eingeschneit, Kinder mussten in Notquartieren mit Decken versorgt werden, ganze Familien flüchteten durch das Schneegestöber aus dem Megastau.
Autobahnen früher sperren, Ketten schneller anlegen
Sonntag trafen sich die Verantwortlichen von der ASFINAG dann zu einem einberufenden Gipfel. Nach 2,5 Stunden präsentierte Alois Schedl sein erarbeitetes Maßnahmenpaket. Die Lösung: In Zukunft sollen Autobahnen dann doch früher gesperrt und Ketten schneller angelegt werden. Näheres wird am Montag bei einer weiteren Gesprächsrunde mit Polizei, Rettung und Feuerwehr genauestens erörtert.
Sperre wegen LKW-Brand
Am Sonntag musste die Außenringautobahn wieder gesperrt werden. Ein holländischer Lkw, beladen mit 25 Tonnen Obst, stand in Vollbrand. Neuschnee fiel da, zum Glück, eher wenig - nach gut drei Stunden ging es für die Lenker wieder weiter.
Von Michael Pommer, Kronen Zeitung










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