Abgefahrene Reifen, defekte Bremsen, sogar gebrochene Achsen bekommt die Polizei bei ihren Lkw-Kontrollen an der Grenze zu sehen. Allein in dieser Woche führte die Verkehrsabteilung des Burgenlandes 230 Überprüfungen von Gefahrenguttransporten durch. Doch was die erfahrenen Beamten diesmal erlebten, machte auch ihnen Angst. In Nickelsdorf hatten sie einen Sattelschlepper aus Ungarn gestoppt, der mit einer Natriumhydrogensulfitlösung beladen war.
„Die Säure ist hochgiftig und ätzend. Die Fracht wurde losgeschickt, obwohl der Lkw völlig desolat war und der Tank feine Risse hatte. An eine Weiterfahrt war nicht zu denken“, erklärt ein Oberstleutnant. Die Feuerwehr musste die gefährliche Säure in einen sicheren Tank umpumpen. Auch der Lenker geriet durch sein auffälliges Verhalten ins Visier der Polizei. Ein Test ergab, dass der Deutsche Ersatzdrogen eingenommen hatte.
Wegen schwerer technischer Mängel war für einen weiteren Transporter in Nickelsdorf Endstation: Der Lastwagen kam sofort in die Werkstatt. Zudem musste ein Tankcontainer mit einem Leck im Ablassventil abgedichtet werden.
Von Karl Grammer / Kronen Zeitung
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