Schneechaos

Schüler und Pendler saßen stundenlang fest

Die nächtlichen Schneefälle sorgten vor allem im Bezirk Freistadt für ein Verkehrschaos: Schüler- und Pendlerbusse kamen Dienstag früh nur im Schritttempo voran – mussten bis zu zwei Stunden im Stau ausharren. Der Abschleppdienst hingegen war für zahlreiche steckengebliebene „Brummi“-Fahrer im Dauereinsatz unterwegs.

Bis zu zwei Stunden Verspätung mussten gestern Hunderte Pendler und Schüler im morgendlichen Frühverkehr hinnehmen. In Schrittgeschwindigkeit plagten sich Autos, Busse und Lkw über die eingeschneiten Straßen. Besonders im Bezirk Freistadt war das Chaos perfekt: Zahlreiche Lkw blieben im 25 Zentimeter hohen Neuschnee, der in der Nacht zum Dienstag liegenblieb, stecken oder rutschten quer über die Fahrbahn – vier Lastautos mussten sogar geborgen werden. Am Nachmittag beruhigte sich jedoch die Situation. Trotz einer Schneekettenpflicht für „Brummis“ über 3,5 Tonnen waren kaum welche richtig ausgerüstet.

Auch in Spital/Pyhrn verursachte ein Unfall auf Schneefahrbahn einen drei Kilometer langen Stau: Von einem überholenden Pkw wurde der deutsche Lkw-Lenker Mirco S. (32) auf der A 9 abgedrängt, kam mit seinem Lkw ins Schleudern, stieß gegen die Mittelleitschiene und kam dann quer über die Fahrbahn zu stehen. Ein nachkommender Sattelzug konnte nicht mehr abbremsen, stieß gegen den Lastwagen und blieb ebenfalls quer zur Fahrbahn liegen, blockierte die Pyhrnautobahn komplett. Wegen der winterlichen Verhältnisse konnte nicht einmal eine Umleitung eingerichtet werden.

Unterdessen ist weiterhin keine Entspannung in Sicht, auch der Rest der Woche bleibt winterlich mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Ab Freitag drohen wieder Schneefälle bis in tiefe Tallagen.

Schneechaos gabs aber auch für Wien-Pendler aus schneefreien Zonen Oberösterreichs: Auf der A 1 zwischen Ybbs und Melk führten heftige Schneefälle zu kilometerlangen Staus.

 

Foto: Christoph Gantner

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Donnerstag, 24. Juni 2021
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