Do, 19. Juli 2018

Helden-Quartett

21.08.2007 11:58

"Rise of the Silver Surfer" - das Spiel zum Film

Nach "Spiderman", "Fluch der Karibik" oder "Harry Potter" drängt mit "Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer" abermals ein Spiel zum Film auf die Konsolen dieser Welt. Ob sich die Abenteuer der vier Superhelden als wahrlich fantastisch erweisen, erfährst du hier im Test.

Das Ding, Mr. Fantastisch, die menschliche Fackel und die Unsichtbare sind Superhelden und als solche nahezu das ganze Jahr über ausgebucht: Aktuell sucht im neuesten Abenteuer der Fantastischen Vier der mysteriöse Silver Surfer den Planeten Erde heim und droht, die Menschheit zu vernichten. Oberschurke Dr. Doom ist da natürlich nicht weit und hat in dem sehr nah am Film angelegten Videospiel auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Wie bei den anderen "Marvel"-Spielen zuletzt auch, gehen die vier Protagonisten wieder mit schlagkräftigen Argumenten gegen ihre Widersacher vor, was für den Spieler jede Menge Knöpfchendruckerei bedeutet. Kommt man mit dem "Hau drauf"-Prinzip einmal nicht weiter, stehen eine Reihe Kombos und Specialmoves zur Verfügung, mit denen sich der Spieler die individuellen Fähigkeiten der Superhelden zu Nutze macht. Während das Ding mit bloßer Muskelkraft austeilt, verschießt die Fackel etwa Feuerbälle oder überwindet fliegend Barrieren und andere Hindernisse.

Auch Mr. Fantastisch und Sue "Ich kann mich unsichtbar machen" Richards kommen natürlich zum Zug. Per Knopfdruck kann der Spieler frei zwischen den Charakteren hin und her wechseln oder - besser noch - gleich mit insgesamt vier Freunden vor einer Konsole spielen. Eine Online-Variante haben die Entwickler dem Spiel nicht spendiert. In der Praxis erweisen sich die beiden letztgenannten Charaktere im Kampf gegen Skrulls und andere Schergen allerdings als relativ nutzlos, können sie doch nur wenig einstecken und austeilen.

Für jeden vermöbelten Gegner gibt es schließlich nicht nur neue Energie, mit der sich die Leiste für die Specialmoves wieder füllt, sondern auch bares Geld, welches auf das gemeinsame Konto der Fanta4 wandert. Über ein Menü lassen sich dann damit Schlagkraft und andere Fähigkeiten eines jeden Charakters aufpolieren. Wer jedoch überleben möchte, wird am meisten Geld in den Ausbau des Dings und der menschlichen Fackel, der diverse Solo-Flugmissionen spendiert bekommen hat, investieren, wodurch die anderen Helden recht bald verkümmern und nicht mehr mithalten können.

Nicht mit aktuellen Titeln mithalten kann auch die Grafik, die leider nur unterdurchschnittlich ist und mit ihren tristen, detailarmen und sich oftmals stark ähnelnden Abschnitten nicht gerade für ein optisches Feuerwerk auf der Mattscheibe sorgt. Recht nett ist hingegen, dass sich viele Gegenstände mit Unterstützung der Havoc-Physik-Engine in ihre Einzelteile zerlegen und vom Ding als Wurfgeschoss nutzen lassen. So mau wie die Grafik kommen auch die ausgelutschten, sich viel zu oft wiederholenden und eher unfreiwillig komisch wirkenden Sprüche der Superhelden daher.

Fazit: Die Abenteuer der vier Superhelden auf der Konsole mögen alles sein, nur eines sind sie sicher nicht: fantastisch. Grafik, Sound und das eintönige Gameplay können schlichtweg nicht mit aktuellen Titeln mithalten. Wenn schon "Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer", dann bitte zu viert im (Offline-)Multiplayer-Modus.

Plattform: Xbox 360 (getestet), PS2, PS3, Wii, DS
Publisher: Take2
Krone.at-Wertung: 57%


von Sebastian Räuchle

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