Ein echtes Hindernis für die Vereinbarung dürfte das aber nicht sein. Denn der deutsche Rüstungsstaatssekretär Peter Eickenboom sicherte zu, dass man das Ansuchen nach Vorliegen einer entsprechenden Anfrage "wohlwollend" prüfen wolle. Verstimmt ist man, weil bisher nicht einmal ein offizielles Ansuchen gekommen ist: "Wir wären gerne vorher gefragt worden", sagte Eickenboom.
Das Büro von Verteidigungsminister Darabos wies jede Verantwortung von sich. Die Vereinbarung mit Eurofighter sei abgeschlossen, nun müsse sich der Anbieter der Flieger um das weitere kümmern.
Während es sich hier also eher um innerdeutsche Reibereien handelt, gibt es auch weiter inner-österreichischen Ärger. Anlass dafür ist die vom ÖVP-Parlamentsklub Freitag Abend beantragte Rechnungshof-Prüfung zur Vereinbarung zwischen den Eurofighter-Anbietern und Verteidigungsminister Darabos. SP-Bundesgeschäftsführer Kalina spricht von einem "versuchten Foul" von VP-Klubobmann Schüssel, das letztlich aber mit einem Eigentor enden werde.
Die VP reagierte ungerührt. Wehrsprecher Walter Murauer betonte sicher stellen zu wollen, "dass die österreichische Bevölkerung nicht verschaukelt wird". Verdachtsmomente, dass die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit nicht eingehalten worden seien, erkennt auch der Grün-Abgeordnete Werner Kogler. Schließlich sieht auch das BZÖ die Notwendigkeit einer Prüfung.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.