Wie bereits bei seinem Debütalbum aus dem Jahre 2003 pickt sich Bublé erneut das Feinste aus Pop und Swing heraus, drückt mit dicken Bläsersätzen und einer bis ins letzte Detail ausgefeilten Produktion aber jedem der insgesamt 13 Songs seinen eigenen, unverwechselbaren Stempel auf.
Ob Henry Mancinis "It hab better be tonight", Leonard Cohens "I'm your man" oder das unter portugiesischem Einfluss stehende "Wonderful Tonight" von Eric Clapton: Charakteristikum jeder Nummer ist Bublés einzigartiges Timbre, welches stets zwischen gekonnter Lässigkeit ("That's life") und herzerweichender Gefühlsduselei ("Always on my mind") pendelt.
Zu guter Letzt haben es auch zwei Eigenkompositionen des 31-Jährigen auf das Album geschafft. Beide Nummern ("Lost" und "Everything") fallen jedoch insofern aus dem Rahmen, da Bublé darauf vom Swing- und Bigband-Sound Abstand nimmt. Stattdessen präsentiert er zwar gut gemachten, aber ein wenig all zu sehr vorherhörbaren Pop. Vielleicht hat man sich aber auch einfach schon zu sehr an den Swing-Sound des Herrn Bublé gewöhnt…
Wie dem auch sei: Großartige Songs, die großartig interpretiert wurden und einfach gute Laune machen. (Übrigens das optimale Muttertagsgeschenk.)
Fazit: 8 von 10 Tigern auf Samtpfoten
Sebastian Räuchle
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