Die erhöhte Frauenquote tut den Konzerten der Texanerin gut. Beyoncé bietet auf ihrer Tour eine Show, die ihresgleichen sucht. "The Beyoncé Experience" hat sie die Tournee getauft, weil "ich den Fans meine Welt eröffnen will", wie sie im "Krone"-Interview erklärte. Und ihre Welt ist - wenig überraschend - eine schillernde. Gleich zu Beginn taucht Beyoncé aus dem Nebel hervor, gehüllt in ein silbernes Glitzerkleid - über ihr glänzt der Himmel, die Funken sprühen, Disco-Kugeln blinken zu ihrem Mega-Hit "Crazy In Love". Ein Auftritt, der einer Pop-Diva würdig ist.
Und genauso glanzvoll geht es weiter im Showprogramm. Beyoncé setzt auf Eleganz, nie lässt sie ihre mitreißenden Tanzeinlagen in den Kitsch abdriften. Auch die Kostüme, die zwar immer knapper werden und letztendlich in einem fast durchsichtig scheinenden Catsuit gipfeln, so dass die weiblichen Rundungen nur noch wenige Geheimnise für sich bewahren, sind dank ihrer Modeleidenschaft immer stilvoll.
Im Mittelpunkt steht dennoch den ganzen Abend lang die Musik - dank ihres eigenen Ehregeizes und des ihres Vaters kann die 25-jährige Sängerin bereits auf eine lange Karriere und dementsprechend viele Hits zurückblicken. Sie begeistert ihre Fans mit einem Medley aus ihrer Zeit mit Destinys Child, gibt sich kämpferisch mit "Survivor", jubiliert bei Balladen wie "Me, Myself And I", zeigt die Filmdiva mit Songs aus dem Oscar-gekrönten "Dreamgirls" und sorgt mit "Deja Vu" für Partystimmung.
Bis hin zu ihrem aktuellen Hit "Beautiful Liar", den sie auch ohne ihre Duettpartnerin Shakira kraftvoll über die Bühne bringt - auch wenn der Hüftschwung noch nicht ganz so geschmeidig wie bei ihrer Kollegin ist. Die Ladys an den Instrumenten packen die altbewährten Hits in originelle Arrangements - von Jazz bis Pop, von Reggae bis HipHop, die Musikstile wechselt Beyoncé ebenso gekonnt wie die Kostüme. Und wenn man Beyoncé nach diesem Feuerwerk etwas vorwerfen möchte, dann viel leicht einen Hauch zuviel Perfektionismus.
Franziska Trost
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