Blinde Wut
21-Jähriger tötet aus Wut zwei Menschen
Der junge Mann hatte während des Verfahrens gestanden, beide Taten aus Wut und Frustration begangen zu haben. Im August 2006 stoppte er ein Auto auf einer Straße bei Wesselburen und erschoss den ihm völlig unbekannten Fahrer. Zwei Jahre zuvor, im August 2004, hatte er die 15-jährige Sandra erwürgt. Zudem wurde er wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt.
Die Staatsanwaltschaft hatte wegen zweifachen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung ging in beiden Fällen von Totschlag aus und hat für die Anwendung des Jugendstrafrechts plädiert sowie eine Haftstrafe "deutlich unter zehn Jahren" beantragt.
Erst Wochen nach dem Mord an der 15-Jährigen wurde die stark skelettierte Leiche des Mädchens gefunden. Lange blieb das Verbrechen rätselhaft, Ermittler verdächtigten zunächst andere mögliche Täter. Dass der jetzt Verurteilte auch diesen Mord begangen hat, blieb lange ein Geheimnis.
"Ohne sein Geständnis, wäre die Tat nie aufgeklärt worden", sagte seine Verteidigerin, Astrid Denecke, im Laufe des Verfahrens. Sie hatte gefordert, dass ihr Mandant vor einer Haftstrafe in einer psychiatrischen Klinik behandelt werden solle, um die "Fehltritte schnellstmöglich zu korrigieren".
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