Mo, 16. Juli 2018

In 30-km/h-Zonen

25.01.2018 09:21

"Stadt-Streife" blitzte Tausende Raser

Seit Mai 2017 macht die Stadt Innsbruck selbst Jagd auf Raser in 30-km/h-Zonen rund um Schulen, Kindergärten und Co. Nun, acht Monate später, ziehen die Verantwortlichen Bilanz: Bei knapp 172.000 gemessenen Fahrzeugen wurden 10.000 Geschwindigkeitsübertretungen geahndet, die rund 300.000 Euro einbrachten.

Zwei städtische Beamte legten sich in einem Radarmessfahrzeug fast jeden Tag von 6 bis 22 Uhr auf die Lauer. Geblitzt wurden all jene Verkehrsteilnehmer, die in den 29 Zonen schneller als 30 km/h unterwegs waren.

Einnahmen: Rund 300.000 Euro

Ins Leben gerufen wurde das Projekt in erster Linie aufgrund des Sicherheitsaspektes. Doch wohl auch mit dem finanziellen Aspekt liebäugelte die Stadt, die 80 Prozent der Einnahmen kassiert. Wie die Bilanz zeigt, ist das Geschäft mit den Strafgeldern auch auf den ersten Blick recht lukrativ. "Knapp 10.000 Übertretungen wurden geahndet. Rund 70 Prozent der Verkehrsteilnehmer überschritten die Geschwindigkeit um bis zu 10 km/h, 27 Prozent um bis zu 20 km/h. Das heißt, dass die Verkehrssünder im Schnitt 30 Euro bezahlten", rechnet BM Christine Oppitz-Plörer vor. In Summe handelt es sich um Einnahmen von rund 300.000 Euro.

Projekt wird fortgesetzt

Doch stellt man diese Zahl den Anschaffungskosten für das Radarmessfahrzeug von 120.000 Euro sowie den Personalkosten in der Höhe von 100.000 Euro pro Jahr gegenüber, relativiert sie sich rasch wieder. Dennoch sind sich alle einig: Das Projekt hat sich bewährt, es wird fortgesetzt. "Es gibt Zonen, in denen keine weiteren Maßnahmen nötig sind, andere Straßen kommen hingegen dazu", so Markus Widmann, Chef der Landesverkehrsabteilung. Übrigens: Der Spitzenwert in einer 30-km/h-Zone lag bei 70 km/h!

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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