Mo, 22. April 2019
15.12.2017 15:59

Ethereum-Coup

Bewaffnete raubten Kryptogeld für 1,8 Mio. Dollar

In der US-Metropole New York haben Räuber demonstriert, dass es keiner Hacker-Fähigkeiten bedarf, um Bitcoins und anderes Kryptogeld zu stehlen. Louis Meza (35) hat sein Opfer mit einem Komplizen kurzerhand in ein Auto gelockt, ihm Schlüssel, Smartphone und Geldbörse geraubt - und ist anschließend in dessen Wohnung eingestiegen, um sich 1,8 Millionen US-Dollar in der Kryptowährung Ethereum auf sein eigenes Konto zu überweisen.

Der Fall sei Beweis dafür, dass Cyber- und "reale" Kriminalität sich zunehmend vermischen, berichtet ein New Yorker Bezirksgericht in einer Presseaussendung. Angesichts der rasant steigenden Kurse bei Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sei künftig mit einer Häufung solcher Straftaten zu rechnen.

Räuber lockte Opfer in perfide Falle
Laut Gericht hatte der Räuber sein späteres Opfer gekannt und von dessen Ethereum-Schatz gewusst. Meza heckte einen Plan aus: Er heuerte einen Komplizen an, der sich als Chauffeur ausgab und bot dem Opfer nach einem Meeting an, ihm ein Taxi zu organisieren. Der Komplize raubte dem Opfer bei der Fahrt sein Hab und Gut und hielt den Beraubten vorübergehend als Geisel. Erst nach einiger Zeit gelang dem Opfer die Flucht, es rief sofort die Polizei.

Wie später auf Videos der Überwachungskamera in der Wohnung des Opfers zu sehen war, stieg Meza inzwischen mit dem Schlüssel des Opfers in dessen Wohnung ein und entwendete dort die digitale Geldbörse. Das Ethereum darauf überwies er auf sein eigenes Konto. Ihm werden nun Kidnapping, bewaffneter Raub, illegaler Waffenbesitz, digitaler Hausfriedensbruch, Manipulation eines Computers und der Besitz gestohlenen Eigentums zur Last gelegt.

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