22.11.2017 12:15 |

Besondere Häufung

Im November schon 142 Beben in Tirol registriert

In der Nacht auf Dienstag bebte im Raum Fulpmes die Erde merklich. Die Seismologen stufen die Erschütterung als Nachbeben des Erdstoßes am 3. November ein. Dieser war der heftigste in diesem Jahr. Nicht jedes Nachbeben ist spürbar. In Summe zitterte die Erde in Tirol im November bereits unglaubliche 142 Mal.

Es war der 3. November: Im Raum Fulpmes registrierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ein Erdbeben der Stärke 3,9. "Das war das heftigste Beben heuer in Tirol. Wir haben 6000 Meldungen aus der Bevölkerung bekommen", erklärt Wolfgang Lenhardt, Leiter der ZAMG-Abteilung Geophysik.

Vier Minuten nach Mitternacht fand in der Nacht auf Dienstag wieder ein Erdbeben statt, diesmal der Stärke 3 und ebenfalls spürbar. "Eines von vielen Nachbeben, die es rund um größere Ereignisse immer gibt. Das ist ein Naturgesetz. Panik muss man aber keine haben", beruhigt Lenhardt.

Die meisten Erschütterungen werden von Menschen gar nicht wahrgenommen. Geophysiker Lenhardt zählt mit Blick in die Aufzeichnungen 142 Erdbeben auf, die im November in Tirol von den empfindlichen Messgeräten der ZAMG registriert wurden - ein Hauptbeben und viele Nachbeben. Eine außergewöhnliche Häufung! Lenhardt: "Im Durchschnitt sind es pro Monat 20 bis 50 Beben."

Ein Bruch in der Erdkruste macht Wipptal, Stubai- und Inntal zu erschütterungsanfälligen Regionen. Extrem starke Beben sind laut Seismologen derzeit aber nicht zu erwarten. Trotz häufiger Bewegung im November liegt Tirol in der Jahresstatistik (bisher 493 Beben) noch deutlich unter dem Vorjahreswert von 689 Beben.

Erdbebenmeldungen können über die Homepage der ZAMG abgegeben werden.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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