So, 22. Juli 2018

"Styrian Sounds"

19.11.2017 16:59

Der Band-Eintopf ist angerichtet

Das erfrischend unelitäre Format eilt von Jahr zu Jahr, von Publikumsrekord zu Publikumsrekord: Ab kommenden Donnerstag geht im Grazer p.p.c. das Festival "Styrian Sounds" über die Bühne. Neben einem großen Querschnitt durchs Popmusik-Gemüsebeet der Steiermark nebst langen DJ-Nächten stehen heuer auch Workshops auf dem Programm.

Alles zusammenschmeißen in einen Topf - und darauf vertrauen, dass es am Ende schmeckt: Das ist das wunderbar demokratische Konzept, dem das "Styrian Sounds" folgt. Die steirischen Bands feiern dort jedes Jahr ihre große Vorweihnachtsfeier, bei der - wie üblich - fast alle kommen: die Praktikanten, die Arrivierten, die Ehrgeizigen, die Freizeit-Schrummer.

Einer der Arriviertesten im Feld ist der Grazer Marcus Heider, früher bei den Trainleaders und Spuk aktiv. Unter dem Pseudonym John Krempl steckt er seinen Seelen-Krempl seit einigen Jahren in die Songs der Band Love God Chaos, die er mit Markus Kertz (Gitarre), Michael Mautner (Bass) und Felix Küger (Schlagzeug) gegründet hat. Am 24. 11. präsentiert das Quartett im p.p.c. sein zweites Album mit dem zart desillusionierten Titel "Die Unmöglichkeit des Nichtscheiterns".

"Ich will, dass meine Texte wirklich Substanz haben"
Mit seinen 50 Lenzen fühlt sich Heider alias Krempl noch voll tauglich für die Rockmusik: "Wenn wir zu viert musizieren, entsteht immer noch diese erstaunliche Energie. Sicher, man geht ein bisserl früher heim. Und wir haben Familie, da muss man sich die Zeit bewusst einteilen."

Der kernige, sparsam effektierte Rock-Sound von Love God Chaos entsteht im Proberaum-Kollektiv; die Songs, die von politischer Dystopie über eine Ode an Russlands Weltraumhündin Laika bis zum stilsicheren Bowie-Cover reichen, schreibt Heider allein, und zwar auf Deutsch: "Englisch ist die weltweite Pop-Sprache, aber man ist einfach präziser in einer Sprache, die wirklich die eigene ist. Außerdem bin ich in einer Phase, in der ich will, dass meine Texte wirklich Substanz haben."

Matthias Wagner, Kronen Zeitung

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